Publizistische Vielfalt und lokale Berichterstattung erhalten

Mit Sorge beobachtet die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in NRW (LAG) die Sparpläne der WAZ Mediengruppe. Die angekündigte Einsparung von 30 Millionen € wird nicht nur, so die Befürchtung der Wohlfahrtsverbände, zum Verlust mehrerer Hundert journalistischer Arbeitsplätze, sondern auch zu einschneidenden Veränderungen in der Berichterstattung über soziale Themen führen.

„Soziale Themen sind überwiegend Themen der lokalen Berichterstattung“, stellt der LAG Vorsitzende Wolfgang Altenbernd fest. „Die Information über relevante Veränderungen, zum Beispiel in der Pflegeversicherung oder im Kinderbildungsgesetz (KiBiz), sind für die Leserschaft nur dann komplett, wenn die Auswirkungen für die lokalen Einrichtungen, wie Kindergärten und Pflegeheime und die dort betreuten Menschen beschrieben werden“, ist sich Altenbernd sicher. Deshalb fordert die LAG, die lokale Berichterstattung in vollem Umfang zu erhalten und die Lokalredaktionen zu stärken.

„Viel zu oft wurden in den vergangenen Jahren“, so der LAG Vorsitzende weiter, „soziale Themen und Fragen ausschließlich unter dem Gesichtspunkt ihrer Skandalträchtigkeit publiziert.“ Nach Einschätzung der Wohlfahrtsverbände hebt sich die Berichterstattung der WAZ Mediengruppe in diesem Punkt bisher wohltuend von vielen anderen Publikationen ab.

„Dieses Niveau“, fordert Altenbernd, „muss auch zukünftig gehalten werden. Dies geht nur mit einer ausreichenden Zahl gut qualifizierter und umfassend recherchierender Journalisten. Nur wenn Hintergründe, Zwischentöne und Kommentare die Berichterstattung über sozialpolitische Entwicklungen begleiten, werden die journalistischen Medien ihrer gesellschaftspolitischen Funktion gerecht.“

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Publizistische Vielfalt und lokale Berichterstattung erhalten
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