Unterstützung für Pflegende Angehörige/Zugehörige – Unsere Initiative zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2019

Mehr als zwei Drittel der Pflegetätigkeit wird von pflegenden Angehörigen übernommen

Die Pflege eines Angehörigen ist oft ein Vollzeitjob und für die Pflegenden mit Einschränkungen der eigenen Lebensführung verbunden. Häufig befinden sich pflegende Angehörige in psychischer Not und leiden unter Überforderung. Vielfach fehlt es dann an Zeit und Kraft, um die geeignete Unterstützungsform zu finden. Pflegende Angehörige benötigen daher leicht zugängliche Beratungsangebote und Transparenz über die vorhandenen Hilfen.

In Nordrhein-Westfalen wurden laut Pflegestatistik des Bundes Ende 2017 rund 417.000 Pflegebedürftige, also mehr als zwei Drittel der insgesamt rund 770.000 Pflegebedürftigen, von Angehörigen gepflegt.

12. Mai  – Internationaler Tag der Pflege

Die Freie Wohlfahrtspflege nimmt den jährlich am 12. Mai stattfindenden Internationalen Tag der Pflege zum Anlass, um wichtige pflegepolitische Themen in den Fokus zu rücken und die Aufmerksamkeit auf die Lösung drängender Probleme zu lenken.

Wenngleich die Pflegestärkungsgesetze dafür gesorgt haben, dass pflegende Angehörige eine Reihe von Unterstützungsleistungen erhalten können, bleibt noch viel zu tun, um dieses Engagement wertzuschätzen und weitere Hilfestellungen anzubieten.

Darauf werden die Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 12. Mai beziehungsweise in den Tagen davor und danach in diesem Jahr medial hinweisen.

Ein Bündel von Unterstützungsmaßnahmen ist erforderlich!

Für die konkrete Situation vor Ort und ein bedarfsgerechtes Angebot an Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige sind nach dem Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte verantwortlich. Zur Realisierung ist aus Sicht der Freien  Wohlfahrtspflege NRW ein ganzes Bündel von Maßnahmen erforderlich. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist herzustellen;

Tages- und Nachtpflegen sowie die Kurzzeitpflege sind auszubauen, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten;  die Angebote wie auch die entsprechenden Beratungsangebote vor Ort müssen transparent gestaltet sein; Zugänge zu Selbsthilfegruppen sind herzustellen.

Gute Pflege folgt den Wünschen und Bedürfnissen der Pflegebedürftigen. Pflegende Angehörige bilden mit den ambulanten Diensten und den stationären Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege ein Miteinander der Hilfe.