RUHRWERKSTATT Oberhausen

Projektträger
RUHRWERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e.V. in Oberhausen. Das Projekt „Schritt für Schritt Brücken bauen“ läuft in der Nebenstelle der RUHRWERKSTATT in einem ehemaligen Schulgebäude mitten im Quartier Styrum.

Projektstandort
Oberhausen ist eine kreisfreie Großstadt mit ca. 209.000 Einwohner/innen (2014) im westlichen Ruhrgebiet im Regierungsbezirk Düsseldorf des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

  • Lokale Sozialstruktur: In den Projekt-Stadtteilen Lirich-Nord, Lirich-Süd, Alstaden und Styrum herrscht erheblicher Erneuerungsbedarf. Besonders Lirich-Süd ist ein Stadtteil, der mit großen sozialen Problemen zu kämpfen hat. Der Anteil nichtdeutscher Bevölkerung ist hier mit 22,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im NRW-Durchschnitt (9,2 Prozent) und auch noch deutlich höher als in Oberhausen gesamt (12,1 Prozent). Besonders dramatisch ist die Situation der Alleinerziehenden im Stadtteil. Nur jede/r fünfte Alleinerziehende kann ihren bzw. seinen Lebensunterhalt ohne Transferleistungen bestreiten. 80,4 Prozent der Alleinerziehenden erhalten Leistungen nach dem SGB II. Im Stadtteil Styrum haben lediglich 39,6 Prozent der Bewohner/-innen im arbeitsfähigen Alter einen sozialversicherungspflichtigen Job.
  • Lokale Beschäftigungsstruktur: In Oberhausen haben 62.665 Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Job. (Stand: 30.6.2014) Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2016 bei 10,5 Prozent.
  • Lokale Angebotsstruktur für soziale Teilhabe: Der Stadtteil Lirich ist durch eine mehrgleisige Bahntrasse zerschnitten und teilt das Gebiet in Nord und Süd. Im Norden prägen Ein-und Zweifamilienhäuser das Stadtbild; im Süden sind es mehrgeschossige Gebäude des sozialen Wohnungsbaus. Der Stadtteil ist verkehrsreich und bietet den Anwohner/-innen kaum Erholungsmöglichkeiten und Grünflächen. In Lirich gibt es eine Vielzahl an Vereinen, kulturellen Einrichtungen und Initiativen: „Bewohnertreff Wohnpark Bebelstr.“, Projektverbund Jugend Lirich, der CVJM, mehrere Sportvereine und verschiedene Migrantenselbstorganisationen. Außerdem existieren einige Kulturzentren mit städtischer und überregionaler Bedeutung: Jugend-und Kulturzentrum Druckluft e. V., Zentrum Altenberg, Rheinisches Industriemuseum, Theater an der Nieburgh und die Kunsthalle Lirich.
    Im Stadtteil hat sich ein gut funktionierendes Netzwerk entwickelt, um die soziale Teilhabe der Anwohner/-innen zu sichern. Zum Netzwerk gehören das Stadtteilbüro Lirich, die Interessengemeinschaft Lirich und das Integrationsnetzwerk Lirich. In der Interessengemeinschaft haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, die sich für den Stadtteil einsetzen und Veranstaltungen wie „Liricher Lichterfest“ und die „Liricher Sportnächte“ ins Leben gerufen haben.
    In Styrum ist die RUHRWERKSTATT mit ihrem Bildungswerk, dem Bauspielplatz, den Jugendwerkstätten, dem Stadtteilcafé, dem Arbeitslosenzentrum und dem soziokulturellen Zentrum mit weiteren Beratungsangeboten vertreten.

 

Spezifika des Projektträgers
Die RUHRWERKSTATT bietet seit vielen Jahren für benachteiligte Jugendliche und arbeitslose Erwachsene Lehrgänge und Maßnahmen zur Vermittlung in den regionalen Arbeitsmarkt, zur Stärkung der Persönlichkeit und der sozialen Teilhabe, der beruflichen Orientierung und der Qualifizierung an. Aus dieser Arbeit sind vielfältige Netzwerke zu anderen Trägern und zu ansässigen Betrieben entstanden, die für die berufliche und soziale Integration der Teilnehmenden genutzt werden können.

Die Angliederung ans Bildungswerk der RUHRWERKSTATT e.V., d. h. Nutzung der Räumlichkeiten für die Schulungen und die Nutzungsmöglichkeit des eigenen Arbeitslosenzentrums (Stadtteilcafé) bewirken Synergieeffekte mit anderen Maßnahmen und Ausstattungsmerkmalen. Die Anbindung an das eigene Arbeitslosenzentrum fördert den Austausch mit anderen Betroffenen.

Die Zusammenarbeit mit dem Projekt „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ und den zahlreichen AGHs unterstützt das interne Netzwerk und die Akquise von HH und Lotsen.Das Wissen aus den Projekten „BIWAQ“, „Aug – Aktiv und gesund“ und „AIS“ sind durch die Erfahrungen in der Schulung und Qualifizierung in Gesundheitsthemen beim Abbau von Vermittlungshemmnissen hilfreich.

 

Mitarbeiterinnen und Kontakt:

Elke Dössereck
Sozialpädagogin und Jobcoach
Telefon: 0208 / 85756 - 43
elke.doessereck@ruhrwerkstatt.de

Gunhild Richter
Sozialpädagogin
Telefon: 0208 / 85756-47
E-Mail: gunhild.richter@ruhrwerkstatt.de

Webseite: http://www.ruhrwerkstatt.net/weiterbildung-und-berufliche-integration/projekt-schritt-fuer-schritt/?lang=de

 

 

Ruhrwerkstatt: Schritt für Schritt in Oberhausen