Lasst die Kommunen nicht hängen!

Zum Internationalen Tag des öffentlichen Dienstes (23.06) erinnert die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) NRW an die Bedeutung der Kommunen und ihrer Beschäftigten für die öffentliche Daseinsvorsorge. „Wir brauchen starke und handlungsfähige Kommunen, mit denen die Wohlfahrtsverbände gemeinsam die soziale Grundversorgung für die Menschen in den Regionen leisten“, sagt der LAG-Vorsitzende Dr. Frank Johannes Hensel.

23.06.2020

Mit Sorge registriere er die finanzielle Notlage und Überschuldung mancher Kommunen, so Hensel. Bund und Land müssen Wege finden, um die Handlungsfähigkeit der kommunalen Haushalte zu gewährleisten, betont Hensel. „Eine Überschuldung von Kommunen geht immer zu Lasten aller Bürger*innen insbesondere der Bedürftigen, das zeigt die Erfahrung“, so Hensel.

Nicht erst die Corona-Pandemie führe allen vor Augen, wie wichtig eine funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge ist. Kommunale Gesundheitsämter hätten zum Beispiel in den vergangenen Wochen viel getan, um die Pandemie einzudämmen.

Die Kommunen sind von zentraler Bedeutung für das Funktionieren unserer Gesellschaft – sie müssen grundsätzlich und erst recht in dieser Situation gestärkt werden, fordert die Freie Wohlfahrtspflege NRW. „Die Kommunen sichern den demokratischen Zusammenhalt der Gesellschaft, denn sie tragen mit an der Sorge um gleichwertige Lebensverhältnisse in unserem Land“, unterstreicht der LAG-Vorsitzende Hensel.

In der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW haben sich 16 Spitzenverbände in sechs Verbandsgruppen zusammengeschlossen. Mit ihren Einrichtungen und Diensten bieten sie eine flächendeckende Infrastruktur der Unterstützung für alle, vor allem aber für benachteiligte und hilfebedürftige Menschen an. Ziel der Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege NRW ist die Weiterentwicklung der sozialen Arbeit in Nordrhein-Westfalen und die Sicherung bestehender Angebote.