Sozialpreis der Freien Wohlfahrtspflege NRW geht an Mathias Scherff

Düsseldorf, 3. Dezember 2018. Mathias Scherff vom Dortmunder Lokalradio 91,2 hat den Sozialpreis der Landesanstalt für Medien gewonnen, den die Freie Wohlfahrtspflege NRW zum zweiten Mal gestiftet hat.

03.12.2018

Ausgezeichnet wurde sein Beitrag „Obdachlose und die Kälte“, der im März ausgestrahlt worden war. „Sie haben ein schwieriges Thema angefasst, neue Informationen recherchiert und gute O-Töne eingeholt“, würdigte ihn Christian Heine-Göttelmann, Vorsitzender der LAG Freie Wohlfahrtspflege, die den Preis gestiftet hat. Der Reporter Scherff habe selbst mit den Menschen gesprochen, über die sonst nur gesprochen werde. „Sein Radiobeitrag kratzt nicht an der Oberfläche, sondern ermöglicht einen tieferen Einblick und spricht Missstände an“, so Heine-Göttelmann. Das sei eine ausgezeichnete Reporterleistung.

Mittlerweile habe die Stadt auf die Problematik der Obdachlosen reagiert, sagte Scherff, der sich sehr über den Preis freute. „Die Berichterstattung hat die Kritik von Obdachlosen und freien Initiativen im Sinne der Betroffenen anwaltlich aufgenommen“, so der Journalist.

Die Freie Wohlfahrtspflege NRW hatte den „Sozialpreis NRW“ im Rahmen des Hörfunkpreises der Landesanstalt für Medien (LfM) gestiftet, um Hörfunkbeiträge zu sozialen Themen im Lokalradio besonders auszuzeichnen. Eine Jury hatte drei Beiträge nominiert: „Selbsthilfe hat Stimme“ von Christina Hüllweg für Radio Hochstift, „1. Dezember: Welt-Aids-Tag“ von Marcel Kleer für Radio Essen und den letztendlichen Gewinnerbeitrag von Matthias Scherff.

„Als Freie Wohlfahrtspflege freuen wir uns, dass der Sozialpreis zunehmend Resonanz findet“, erklärte Christian Heine-Göttelmann, der auch Vorsitzender der Sozialpreis-Jury war. „Die nominierten Beiträge zeichnen sich durch hohe Qualität aus.“ Soziale Themen seien Lebensthemen für alle Bürger.

 » Video zur Verleihung des Sozialpreises NRW am 3. Dezember

 

 

Christian Heine-Göttelmann (links) und Mathias Scherff mit dem Sozialpreis. Foto: Markus Lahrmann