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Die zentralen Befunde auf einen Blick

Themenfeld Zentrale Kennzahlen Einordnung
Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt sich 325.300
Langzeitarbeitslose in NRW im Juni 2026

+32,7 % gegenüber 2019
41,7 % aller Arbeitslosen
18,2 % Übergangsrisiko in Langzeitarbeitslosigkeit

Stand Bestandsdaten: Juni 26; Übertrittsrisiko: Juli 25–Juni 26
Seit 2019 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 80.100 Menschen gestiegen. Besonders stark betroffen sind Ältere, Ausländer*innen und junge Menschen unter 25 Jahren. Das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden, liegt aktuell bei 18,2 Prozent und damit rund sieben Prozentpunkte über dem Vergleichszeitraum 2018/2019.
Förderung geht deutlich zurück −48,8 %
Fördereintritte Arbeitsloser im SGB II

−36,9 % Fördereintritte Langzeitarbeitsloser
−34,4 % Förderbestände Langzeitarbeitsloser
11,6 % Aktivierungsquote

Förderentwicklung: Apr. 25–März 26 ggü. Apr. 18–März 19; Aktivierungsquote: März 26
Die Aktivierungsquote liegt nur noch etwa halb so hoch wie vor der Pandemie. Die Förderung langzeitarbeitsloser Menschen sinkt, obwohl die Unterstützungs- und Qualifizierungsbedarfe objektiv zunehmen.
Integration gelingt immer seltener 20,6 %
Integrationsquote der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II

14,8 % Integrationsquote bei Frauen
26,6 % Integrationsquote bei Männern
2,1 % Abgangsrate in ungeförderte Beschäftigung im SGB II
1,0 % bei Langzeitarbeitslosen im SGB II

Integrationsquoten: gleitender Jahreswert, Stand März 26; Abgangsraten: monatliche Raten, Durchschnitt Apr. 25–März 26
Die allgemeine Integrationsquote verdeckt, dass der Übergang in ungeförderte Beschäftigung besonders selten gelingt: Im SGB II liegt die Abgangsrate in ungeförderte Beschäftigung nur bei 2,1 Prozent, bei Langzeitarbeitslosen sogar nur bei 1,0 Prozent. Frauen haben zudem deutlich geringere Integrationschancen als Männer.

Große regionale Unterschiede: Die Langzeitarbeitslosenquote reicht von 1,4 Prozent in Coesfeld und Höxter bis zu 6,6 Prozent in Gelsenkirchen. Bei der Integrationsquote reicht die Spannweite von 17,6 Prozent in Oberhausen bis zu 27,2 Prozent in Höxter. Die Unterschiede zeigen, wie stark regionale Arbeitsmarktbedingungen die Verfestigung von Arbeitslosigkeit und die Integrationschancen prägen.
Gezielte, passgenaue Förderung kann nachweislich nachhaltig die Lebenssituationen von betroffenen Menschen verbessern und hilft mittel- und langfristig, die Sozialsysteme zu entlasten. Getreu dem Motto: Die beste Vorsorge gegen Altersarmut ist eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration.