Link zur Startseite

Mit Mut und Geduld zur Ausbildung

Lara Jajj al Daoud ist 25 Jahre alt, kommt aus Syrien und lebt mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern seit einigen Jahren in Deutschland. Sie nimmt seit ein paar Monaten am TEP-Programm der AWO Ostwestfalen-Lippe teil. »Teilzeitausbildung – Einstieg ermöglichen – Perspektiven bieten« – so heißt das über den Europäischen Sozialfonds finanzierte5 Programm, das Menschen den Weg in eine Ausbildung erleichtert.

Anfangs war vieles schwierig. Vor allem die Wege zu den Behörden und der Umgang mit offiziellen Schreiben stellten große Hürden dar. »Wenn man die Sprache noch nicht so gut kann, ist das schwer«, sagt sie. Umso wichtiger sei für sie die Unterstützung gewesen, die sie im Programm bekommen hat, bei Bewerbungen, bei Telefonaten oder anderen organisatorischen Aufgaben. 

Auch ihre Berufswünsche haben sich in dieser Zeit verändert. Ursprünglich wollte sie unbedingt im Büromanagement arbeiten. Doch in der Region fand sie keinen passenden Platz. »Da habe ich gemerkt, dass ich flexibel sein muss«, erzählt sie. Schwierig bleibt, dass viele Betriebe keine Teilzeitausbildung anbieten. Momentan muss sie nachmittags rechtzeitig für die Kinder zu Hause sein. Ab dem kommenden Jahr werden die Kinder aber bis 16 Uhr in der Kita betreut – dann sieht sie bessere Chancen, auch eine Vollzeitausbildung aufzunehmen.

Trotz dieser Hindernisse gibt Lara Jajj al Daoud ihre Träume nicht auf. Wenn sie die freie Wahl hätte, würde sie ein eigenes Restaurant eröffnen oder vielleicht ein kleines Bekleidungsgeschäft. »Das war immer mein Wunsch, selbstständig zu arbeiten und damit Geld zu verdienen.«

Ihr Mann hat diesen Schritt in den Arbeitsmarkt bereits geschafft. Über eine Empfehlung fand er eine Stelle, mit der er sehr zufrieden ist. Genau so wünscht Lara Jajj al Daoud es sich auch für sich selbst: »Was ich mir wünsche, ist eine Jobempfehlung. Dass jemand sagt: Gebt ihr doch eine Chance. Dann kann ich zeigen, was ich kann – und die Firma entscheidet, ob sie mich nimmt oder nicht.«

Schlüssel: Zugang zu Arbeit durch Sprachvermittlung und individuell passende Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration

 

Verweis auf den Europäischen Sozialfonds vom Verfasser eingefügt